87 Hartgesottene stiegen in kalte Fluten des Mains
22.Mainschwimmen der WW Michelau vom Wehr bis nach Oberwallenstadt
The same procedure as last year, the same procedure as every year, hießes am Sonntag bei der Wasserwacht Michelau, die zu ihrem 22 Kameradschaftsschwimmen eingeladen hatte.
Bei 3 Grad Lufttemperatur und nur unwesentlich höheren Wassertemperaturen war das Schwimmvergnügen im Main absolut nichts für Warmduscher.dennoch fanden sich auch im diesem Jahr 87 Unverdrossene aus den verschiedensten Wasserrettungsorganisationen und Tauchsportvereinigungen ein, um mit dem Kameradschaftsschwimmen die Kameradschaft zu pflegen und die eigene Leistungsfähigkeit unter Beweis zu stellen.
Der älteste Teilnehmer, Robert Winkler aus Staffelstein, hätte in Michelau nur zu gerne an seinen 400 Flussschwimmen überhaupt teilgenommen, doch die Anreise zum vorhergehenden Schwimmen viel den Witterungsbedingungen zum Opfer, so das es nur das 399 wurde.
Bei den Damen war Heidemarie Denzler mit 50 Lenzen die älteste Teilnehmerin, während der erst dreizehnjährige Michael Hanke von der Wasserwacht Redwitz und die knapp achtzehnjährige Lisa Schramm von der Tauchsportvereinigung Hilpert bewiesen, das das Kameradschaftsschwimmen im Main auch jungen Leuten spaß macht. Die Tauchsportgruppe Hilpert stellte mit 20 Teilnehmern die größte Gruppe. Mit 17 Aktiven war TV-Octupus Neuhaus vertreten, mit 11 Teilnehmern stellten die Tauchfreunde Obermain die drittstärkste Gruppe im ganzen Feld. Stark vertreten waren auch die Tauch und IDA Freunde Kronach (10 Aktive), die Wasserwacht Redwitz war mit 7 Aktiven vertreten und er Rest verteilte sich auf die Wasserwacht Altenkunstadt, die DLRG Bad Satffelstein, den Divers Club Dirty Water, den Tauchstammtisch, die DLRG Bamberg-Gaustadt, sowie Einzelteilnehmer von den Devil Divers, der DLRG München, der Wasserwacht Miltenberg und aus Bad Staffelstein. Die beiden Teilnehmer mit dem weitesten Anreiseweg waren Klaus Peneter aus München und Dani Mackiol aus Riesa in Sachsen.
Gestartet wurde das Schwimmen nicht wie geplant an der Mainbrücke in Hochstadt, sondern wegen der zu geringen Wasserführung des Mains in Michelau unterhalb des Wehrs. Den Startschuss gab der Lichtenfelser Polizeichef Willi Lankes, da die anderen, wie er grinsend bemerkte, keinen Waffenschein besitzen. Prustend vertrauten sich die Froschmänner, unter ihnen auch zahlreiche Wassernixen, dem Fluss an. Unter der Michlauer Mainbrücke hindurchging es flussabwärts zum Wehr in Oberwallenstadt. Ständig waren die Schwimmer unter Aufsicht, doch die Bootsbesatzungen aus Michelau, Altenkunstadt und Redwitz mussten nur einmal Eingreifen, als der Proviant auf einer der Rettungsinseln plötzlich nasse Füße bekam. Erstaunlich frisch erreichten alle nach gut einer halben Stunde das Ziel, wo sie von den bereitstehenden Fahrzeugen zurück ins Michelauer Hallenbad unter die wärmenden Duschen befördert wurden.
Kameradschaftsschwimmen Michelau
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